Grenzenlos schön – Bundeslager 2011

Zum Abschluss des Jahresthemas „Grenzen“ hatte das „Auswärtige Amt“ zum Pfingstlager geladen und gar nicht so wenige hatten sich aufgemacht, Stadt- und Landesgrenzen überwunden, um dabei zu sein. Dabei war jede Gruppe aufgerufen, eine Grenze zu ziehen, sich abzugrenzen, einen Staat auszurufen mit Einreisebestimmungen.
Schon die Eröffnungsrunde wurde bevölkert von Grenzgängern aller Art: Ärchäologen, Schmuggler, der Weihnachtsmann, Fußballfans, Geschäftreisende, Au-Pair-Mädchen, sogar der kleine Tiger und der kleine Bär auf der Suche nach dem „Land ihrer Träume“ versuchten, in die verschiedenen Staaten einzureisen und boten so allen die Gelegenheit, ihre Einreisebestimmungen vorzustellen. Dabei wurde schnell deutlich, dass diese nicht unbedingt kleinlich oder abschreckend sein mussten, es gab durchaus Staaten, die sich für Besucher attraktiv machten. Und so kam es, dass drei Tage lang kleine bis große Grüppchen ebenso wie Einzelreisende sich aufmachten Grenzen zu überwinden, sich gegenseitig besuchten und mit den Bräuchen der anderen Staaten bekannt machten. Dabei wurde jeder Besuch selbstverständlich amtlich korrekt im Reisepass vermerkt, den man bei der Passausgabestelle erhalten konnte. Das schloss leider auch lange Wartezeiten ein, nicht, weil die Bürokratie so lange gebraucht hätte, sondern weil der Passbildautomat einfach nicht hinter her kam und sich darüber hinaus auch äußerst wählerisch zeigt, was die einzuwerfende „Währung“ anging. Wer vom langen Warten in der prallen Sonne von der Austrocknung bedroht war, konnte sich glücklicherweise in unserem Lagercafé „Checkpoint Charlie“ stärken und erfrischen.
Das schnell mit dem Begriff „Grenze“ assoziierte Thema „Schmuggler“ griffen die Bukanier mit ihrem Geländespiel auf, das dementsprechend in der Dunkelheit stattfand. Über mehrere Stunden versuchten zwei Schmugglerbanden sich gegenseitig wertvolle Holzteile unter der Nase vorbeizuschmuggeln, immer unter Beobachtung der Grenzpolizei.
Ansonsten war eigentlich alles wie immer: Grenzenlos viele Gespräche, ein Altersgrenzen überwindendes Fußballspiel, Lesungen im Café, Singeworkshops, Singeabende, Fahrtenplanungen und vor allem geradezu grenzwertig viel Spaß :)

Ottenstein 2.0 – Erstes Zugvogelsängerfest in Dümpelfeld

Ottenstein – lange Zeit einer der unumstößlichen Termine im bündischen Kalender. Hier sammelten wir unsere ersten Bühnenerfahrungen, erst als kleine Horte, später in einer Liga mit den „Großen“, was uns schließlich eine Eniladung auch zur Neuauflage des Sängerfestes in Dümpelfeld einbrachte. Eine Ehre und zugleich eine Verpflichtung, die einen harten Kern von uns zur Gründung eines kleinen Quartetts brachte, das, zunächst unter dem Arbeitstitel „Die Band“ begann, Lieder auszuwählen und schließlich fleißig zu proben begann – „Der Mann mit Hut“ war geboren.

Das ab Freitag wieder wunderbare Wetter nutzend waren ein paar von uns schon zwei Tage vorher auf der Walz, um sich langsam auf das bevorstehende Wochenende einzustimmen, bei angenehmer Wegstrecke, die ausreichend Raum ließ zum Eisessen und im Biergarten sitzen. So kamen wir am Freitag vergnügt an und akklimatisierten uns an dem herrlichen Platz mit großem Fußballgelände und genug Raum für die zahlreichen Schwarzzelte. Über alles erhaben thronte bereits unsere Bundesjurte, die sich der Zugvogel nebst Sachverstand und Tatkraft für den Aufbau geliehen hatte. Dort fand denn auch schon der Freitagabend statt, in ausgelassener Runde und eigentlich viel zu lang, um am nächsten Tag aufzutreten…

Doch genau dafür waren wir ja gekommen, vor Freude strahlend, dass wir auch in diesem Jahr auf einer richtigen Bühne stehen würden. Nachdem das letzte Bandmitglied panne Samstagmittag endlich nachgereist war, konnte es nach Generalprobe und Einstudierung der Choreographie für uns losgehen.
Die Bühne erwartete uns nach gemütlichem Spaziergang in den Hügeln des Dorfes innerhalb der Dorffesthalle, angenehm klein und absolut ausreichend für die anwesende Zuschauerzahl. Für das körperliche Wohl war auch hier nach alter Zugvogelmanier gesorgt und gespannt warteten wir auf unseren Einsatz als zehnte von zwölf Gruppen. Die Konkurrenz war groß, gingen doch wie immer der Kölsche Klüngel und der Bergische Orden des Zugvogel ins Rennen, außerdem unsere Donnerdrummels und das Kölner Konglomerat sowie Tschaika. Schnell merkten wir jedoch, dass auch die anderen Gruppen nicht zu unterschätzen waren. Immerhin zwei brauchten wir nicht zu fürchten, denn die Schwaadlappen und die Tomburger traten in der Kategorie U18, der wir mittlerweile entwachsen sind.
Nach der Hälfte der Gruppen gab es eine viel zu lange Pause, langsam wurden wir nervös, das Niveau der „Konkurrenz“ war bestechend, wir fühlten uns hervorragend unterhalten, waren uns aber nicht mehr ganz so sicher ob unserer eigenen Stärke.

Schließlich war es Zeit für „Der Mann mit Hut“. Allem zum Trotz präsentierten wir uns gewohnt reißerisch, was uns hinterher einen „Sonderpreis“ für den „vielseitigsten Einsatz eines Akkordeonkoffers sowie eines Autoschlüssels“ einbrachte, plus persönlicher Einladung zum Singewettstreit auf der Burg Rabenstein im September. „Du & Ich“ von Thomas Hübner hatten wir ausnahmsweise gut eingeübt, es saß. Im Anschluss konnte selbst die verstimmte Gitarre, die ausgewechselt werden musste, unseres kleinen Siegeszug mit quassels selbst geschriebenem „Text“ nicht aufhalten.

Nach wie immer schier unendlich langem Warten, das man wohl besser mit der Rückkehr zur Festwiese verbracht hätte, um sofort mit der Party beginnen zu können, trat endlich die Jury vor die gespannte Menge. Als ob man uns vergessen hätte, wurden nacheinander die meisten anderen Gruppen auf die Bühne gebeten, erste Siegesträume machten sich bei uns breit, Belohnungangebote im Falle des Gewinns wurden ausgegeben und immerhin: Letztlich mussten wir uns nur dem musikalisch klar überlegenen Bergischen Orden und Tschaika geschlagen geben. Wichtiger Entscheidungspunkt war dabei für die Jury die Förderung von „Liedermaching“: Die ersten drei Plätze gingen an die Gruppen mit selbst geschriebenem Lied. So gewannen auch die Schwaadlappen die U18-Kategorie mit ihrem so deklarierten Punkstück unter dem Motto „Kein Herz für Nazis“.
Der damit etwas glückliche dritte Platz soll für uns jedoch kein Wehmutstropfen sein, sondern klare Ansage, dass wir im nächsten Jahr einfach mit zwei selbst geschriebenen Liedern antreten werden.
Die abschließende gemeinsame Feier ging in guter Tradition bis in den nächsten Morgen und nach der freundlichen Einladung durch den Bürgermeister freuen wir uns bereits jetzt, an wahrscheinlich selber Stelle auch im nächsten Jahr wieder im Rampenlicht zu stehen.
Im Gegensatz zu teils wechselnden Gruppenkonstellationen in vergangenen Jahren hat „Der Mann mit Hut“ beschlossen, am Ball zu bleiben: Wöchentliche Proben sind bereits vereinbart, vielleicht schaffen wir es schon in diesem Sommer, Fußgängerzonen und den ein oder anderen Biergarten unsicher zu machen…

Das Sängerfest hat es sogar in die „Adenauer Nachrichten“ geschafft – hier der Link dazu: Adenauer Nachrichten

Tatort Gartenzaun

Ein Zwischenstand:
Nach einigen Einbrüchen ist die Ausstattung mittlerweile mehr als lückenhaft. Werkzeug haben wir quasi überhaupt keines mehr, die Spüle ist weg, so wie auch alles andere aus Metall. Ebenso wie alles von Wert, was wohl auch für jede einzelne Pfandflasche gilt, egal ob 5kg Propan oder 25ct PET.
Türen wurden aufgebrochen, Schlösser geknackt, es ist zum Heulen. Dabei haben wir noch fast Glück – Vandalismus gab es bis jetzt nicht wirklich…

Wir haben erstmal versucht, alles ein bisschen dichter zu machen, den Zaun verstärkt etc. Im Moment gibt es aber eh nichts zu holen – ist ja alles weg…

Und wenn es der Bezirksregierung gefällt, der weiteren Nutzung des Grundstückes nicht zuzustimmen, hat sich das Problem dann ganz erledigt, dann wachsen hier Brennnesseln, Brombeeren und Müllhalden…

Tote Hose oder wie?!

Nix los hier irgendwie?!
Eigentlich passiert nach wie vor eine ganze Menge, nur fand es wohl niemand mitteilenswert, und nach Herbstlager, Kapitel, Bundesversammlung und Weihnachtsfeier war auf einmal schon 2011 mit Schneegrillen und dann plötzlich Frühjahr – huch!
Aber wir sind natürlich fleißig wie die Bienchen, machen zur Zeit viele sporthaltige Gruppenstunden (damit der Winterspeck endlich weggeht), bereiten uns aufs Pfingstlager vor (wir wollen ja wieder ein Café anbieten) und es hat sich eine kleine Truppe gefunden, die außerdem noch emsig probt für das Sängerfest des Zugvogel in Dümpelfeld.
Die leere Homepage täuscht also.
Internet: 0
Real life: 1

999!

999 Besucher schon! :)

Wer wird der 1.000ste Besucher unserer kleinen, feinen Homepage sein?

DU?

Zur Feier loben wir hiermit kurzfristig einen Preis aus!
Einfach einen Screenshot machen und an uns schicken…

Palindrom des Monats

Generation Zukunft

„Generation Zukunft“ heißt eine Aktion, die zur Zeit u.a. vom Landesjugendring NRW durchgeführt wird. Dabei gestalten Jugendliche lebensgroße Sperrholzfiguren zu für sie relevanten Themenbereichen, um ihre Bedürfnisse mehr ins Bewusstsein von Öffentlichkeit und Politik zu rücken.
Die Kampagne greift die Themenbereiche der Kinder- und Jugendarbeit auf, die in den kommenden Jahren in
den Fokus gestellt werden sollen. Dazu gehören die Handlungsfelder Bildung, Ausbildung und Arbeit,
Mitbestimmung und ehrenamtliches Engagement, Integration und soziale Gerechtigkeit sowie die Förderung
kultureller Jugendarbeit.
Mit dem Aufruf zu Mitmachaktionen im Web und vor Ort sind mehr als 2 Millionen Jugendliche und junge Men-
schen zwischen 12 und 27 Jahren eingeladen, sich in den kommenden Wochen mit ihren persönlichen Zukunfts-
chancen auseinanderzusetzen und ihre Wünsche, Ideen und Vorstellungen zur Verwirklichung ihrer Lebens-
pläne auf kreative Weise zum Ausdruck zu bringen.

Mehr Informationen zur landesweiten Aktion unter
generation-zukunft-nrw.de

Und wir machen mit! Hier sind unsere Ergebnisse:

Mach mit, misch Dich ein! Jeder kann mitmachen, unter Mitmachen im Web könnt Ihr selber Stellung nehmen!

Gedicht des Monats

September-Morgen
Im Nebel ruhet noch die Welt,
noch träumen Wald und Wiesen;
bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
den blauen Himmel unverstellt,
herbstkräftig die gedämpfte Welt
in warmem Golde fließen.

Eduard Mörike (1804-1875)

Sommerpause


Der Sommer gehört der Fahrt, wird sind dann mal weg… ;)

Bauhütte

Der Frühling ist vorbei, Blumen und Gemüse wachsen und gedeihen und wir suchen neue Arbeitsfelder. So sprießen dieser Tage bei uns die Baustellen, bei denen für jeden was dabei ist.
Die erste Aktion ist bereits gelungen: Ein „brandneuer“ Zaun grenzt „unser“ Grundstück zur Trasse hin ab und hält hoffentlich nächtliche Überraschungsgäste von weiteren Besuchen ab. Daraus ergibt sich allerdings ein kleines Problem, aus dem sich direkt das nächste Projekt ergibt: Es braucht ein Tor, damit man nicht über Büsche und Umwege zur Trasse kommt.
Auf den Weg zur Trasse soll in Zukunft auch eine Treppe führen, welche die bisherige Wand zwischen Werkstatt und Wassertank ersetzt. Die Wand ist größtenteils herunter gerissen, der Schutt bald entsorgt; nun wird es Zeit für die fleißigen Maurer.
Neben diesen kleinen Verschönerungen gibt es allerdings auch dringende Renovierungsarbeiten, für die sich zum Glück schon fachkundige Hilfe angeboten hat. So mangelt es nicht an Plänen, wie genau der Küchenboden neu gemacht werden kann, oder der schiefe Kamin gerichtet werden könnte. Das einzige Problem ist es, einen Termin zu finden, da die Arbeiten doch mehr Zeit als eine Gruppenstunde benötigen werden.
Weiterhin dürfen wir einen neuen Bewohner im Garten begrüßen. Nein, wir haben uns trotz aller Spekulationen weder Enten noch Kaninchen angeschafft, sondern eine neuen Sitzbank aus Holz für die Küche. Die ältere Dame muss nur noch geleimt und montiert werden.
Fleißige Holzbastler können sich auch kreativ austoben bei dem Puzzle-Spiel, wie man aus unseren Holzresten einen großen, dichten, praktischen Kompostkasten zimmert. Als natürlichste (und billigste) Methode an gute Erde heran zu kommen, soll der Komposthaufen Marke Eigenbau in Zukunft zur Trasse hin die Passanten mit frischen Frühlingsduften beglücken. Vielleicht hält er dann ja auch Einbrecher ab…

Kumpeltag

Muttertag, Wahl-Sonntag in NRW und der erste schöne Sonnentag seit langem – der zweite Kumpeltag musste am 09.Mai mit viel Konkurrenz kämpfen.
Umso mehr freuten wir uns über die Gäste, die dennoch den Weg zu uns fanden. In diesem Jahr konnten wir auch einige spontane Gäste aus der Nachbarschaft begrüßen, die die Gelegenheit nutzten, sich unser Grundstück einmal aus der Nähe anzusehen und sich über unsere Arbeit zu informieren. Wie schon im Letzten Jahr konnte man sich dabei Grillgut, Salate und Kuchen schmecken lassen, sein Geschick im Dosen-Schießen unter Beweis stellen und bei der Tombola diverse Preise absahnen. Außerdem wurden wieder einige Baupatenschaften übernommen.
Wir danken allen Anwesenden für Ihr Kommen und verweisen alle anderen auf unsere „Unterstützen“-Seite :)

Ottenstein

Nach gefühlten zehn Jahren Pause hieß es am 1. Mai zum wirklich allerletzten Mal „Auf nach Döhmern“. Mit einem 8 Mann starken Joint Venture aus Drachenreitern und Wolpertingern stellten wir uns beim Sängerfest des Zugvogel der Konkurrenz anderer Gruppen und der Bewertung der Jury. Bauliche Gegebenheiten und ein paar kleine Schnitzer sorgten letzendlich dafür, dass „dabei sein ist alles“ gelten musste, was unserem Spaß am Auftritt und der Anerkennung des Publikums jedoch keinen Abbruch tat. Im Anschluss wurde bis in die frühen Morgenstunden kräftig gesungen und gefeiert.
Wir sind gespannt, wie das Sängerfest in Zukunft aussehen mag…

Frühlingsfest der NaJu


Am gestrigen Sonntag waren wir auf dem Frühlings- und Jubiläumsfest der Naturschutzjugend Essen-Mülheim vertreten. Unter einem aufgebauten Jurtendach haben wir mit den jüngeren Besuchern des Festes am Feuer Stockbrot gebacken.
Wer wollte, konnte außerdem seinen Brotstock selbst schnitzen und auch wenn manche Mutter dabei sehr kritisch zusah, ging es dabei natürlich ganz verletzungsfrei zu ;)
Für die älteren Festgäste hatten wir einen Infostand mit Fotos, Spendenglas und Apfelmarmelade im Angebot. Es war ein sehr schönes Fest mit vielen netten Gesprächen und manch kleiner Maus, die trotz tränender Augen fast den ganzen Tag bei uns am Feuer verbrachte.
Dem WAZ-Fotografen gefiel’s auch – wir waren das Aufmacherbild der Stadtteilzeitung!

Essen auf Rädern




Dies ist die internetfähige Kurzfassung unseres Fahrtenberichtes. Die vier Seiten starke Langfassung erscheint voraussichtlich in der nächsten Ausgabe der Freischar-ZEITUNG.

Endlich Osterferien – endlich wieder auf Fahrt!
Traditionsgemäß griffen wir zu Ostern zu einem alternativen Fortbewegungsmittel, dieses Mal fiel die Wahl auf das Fahrrad. Außerdem wollten wir unser neues GPS-Gerät ausprobieren und während unserer Tour fleißig Geocachen gehen. Da wir mit dem Rhein schon zu Fuß gute Erfahrungen gemacht haben, wollten wir ihn diesmal per Drahtesel „bezwingen“.
Ostermontag ging es los: Fahrräder auf Personen verteilen, Gepäck auf Fahrräder verteilen, Fahrräder auf Hänger verteilen, Personen auf Auto verteilen usw. Autos und Hänger stellten wir bei der Ingelheimer Freischar unter und machten uns auf den Weg nach Norden.

Erste Etappe
Am Binger Mäuseturm dann unser erster Geocache: Die Laterne, an die klitzeklein und klammheimlich die Koordinaten geschrieben waren, fanden wir noch – das Finale blieb uns aber leider verborgen. Dafür war der zugehörige Park sehr schön und lud u.a. zu einer Portion Schach ein. Ganz in der Nähe fanden wir dann auch gleich einen Schlafplatz wo wir unsere Kohte aufschlugen und den Abend gemütlich ausklingen ließen.
Diejenigen unter uns, denen die Nacht zu kalt war, nutzten die frühen Morgenstunden zum Aufwärmen, Brötche holen und geocachen, während der Rest gemütlich ausschlief.
Die weitere Streckenführung war denkbar einfach – immer den Rhein entlang, vorbei an Burgen, Schlössern, Ruinen und, ach ja, Burgen. Schwierig war es zwischenzeitlich nur, wenn wir den Radweg verlassen wollten, da wir für weite Strecken zwischen Rhein und Bahnlinie gefangen waren. Auf diese Art und Weise entgingen uns leider auch einige, der vorher sorgsam herausgesuchten Geocaches – so nah und doch so fern…
Gegen Mittag nutzten wir in Niederheimbach die Möglichkeit zur Schatzsuche im „Märchenhain“ und bespaßten die Dorfjugend mit Twister.
Die Loreley am gegenüberliegenden Ufer und den dazugehörigen Cache nahmen wir quasi im Vorbeiflug mit und machten erst St. Goar wieder ordentlich Pause für einen spätnachmittäglichen Imbiss. Hier kreierte quassel auch das Erdbeer-Tomatenmark-Brot, das fortan in keinem Gourmettempel mehr fehlen sollte.
Die anschließende Suche nach einem Schlafplatz gestaltete sich zunächst schwierig, die Bahnlinie war zwar mittlerweile im Berg verschwunden, wir dafür immer noch zwischen Rhein und Straße eingeklemmt. Links und rechts des Rheins türmte sich das Rheinische Schiefergebirge und wo es auch nur etwas flacher wird, macht der Mensch sich breit.
Erst in Bad Salzig bot sich die nächste Gelegenheit, zehn Personen vor menschlichem Blick geschützt für eine Nacht unterzubringen: Unterhalb der Kai-Mauer, direkt am Rhein. Gegen Ruhestörungs-Argumente griffen wir zum Praxistest: Unten eine kleine Singegruppe, oben die Schallmessgruppe, die schließlich grünes Licht gab – wir verbrachten einen wundervollen Abend mit Treibholzfeuer und Schiffverkehr.
Boppard war für Klo und Füshtück mit Aussicht gut, in Rhens machten wir dann was länger Pause: Fahrrad flicken, Wetter und Wasser genießen. Außerdem deckten wir uns bei einem namhaften Textildiskont mit Fleece-Decken und beim örtlichen Multi-Cache mit frischem Quellwasser ein.

Berge und der Koblenzer Stadtforst bei Nacht
Als nächstes hatten wir einen Nachtcache anvisiert und wandten unsere Pferde daher landeinwärts. Es wurde eine Bergetappe par excellence, hier zeigte sich, wer wirklich Kondition hatte. Oder ein Scheiß Fahrrad. Oder einen Anhänger dabei. Aber bekanntlich gilt ja: Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt. Zwischendurch brach der Fahrradanhänger entzwei, konnte aber dank den Pit-Stop-Brüdern geflickt werden.
Nach dem Abendessen machten wir uns mit Taschenlampen bewaffnet auf, den Pfad durch den Wald zu finden. So verbrachten wir die Nacht zunächst damit, drei Stunden durch den von Xynthia verwüsteten Koblenzer Stadtwald zu stolpern, um gegen 2h entnervt aufzugeben. Der anschließende Singeabend wurde kurz von der Polizei unterbrochen, da „ein Verkehrsteilnehmer ein Feuer gemeldet“ hatte. Die beiden Beamten, die deshalb um 3.30h noch ausrücken mussten, möchten wir herzlich grüßen!

Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist
Am nächsten Morgen ging es runter ins Koblenzer Loch. So konnten wir alle noch einmal die Höchstgeschwindigkeit in unseren Tachos und anderen Geräten ordentlich raufsetzen. Koblenz selbst war immerhin gut zum Einkaufen, Fahrräder flicken und einem ausgiebigen Frühstück auf dem Bahnhofsvorplatz. St. Sebastian war schließlich die letzte Station, da der Anhänger dort endgültig zusammenbrach. Es folgte ein weiterer traumhafter Abend am Rheinufer. Einzig lumbricus machte auch Bekanntschaft mit dem Rhein selbst, nämlich als wir ihn zur Taufe mit vereinten Kräften dort hineintauchten.
Am nächsten Morgen wurden fluggs die Autos ertrampt und wir konnten müde und glücklich den Heimweg in die Kulturhauptstadt antreten.

Einladung zum KUMPELTAG!


Kumpeltag die Zweite!
Auch in diesem Jahr sind Freunde, Kollegen, Verwandte, Nachbarn und Interessierte herzlich wieder zum Kumpeltag eingeladen.
Am 09. Mai besteht von 13-18h die Möglichkeit, den Fortgang unserer Arbeiten zu bestaunen, sich über unsere Jugendarbeit zu informieren oder einfach bei Kaffee und Kuchen nett zu plaudern.
Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen! :)