Ottenstein 2.0 – Erstes Zugvogelsängerfest in Dümpelfeld

Ottenstein – lange Zeit einer der unumstößlichen Termine im bündischen Kalender. Hier sammelten wir unsere ersten Bühnenerfahrungen, erst als kleine Horte, später in einer Liga mit den „Großen“, was uns schließlich eine Eniladung auch zur Neuauflage des Sängerfestes in Dümpelfeld einbrachte. Eine Ehre und zugleich eine Verpflichtung, die einen harten Kern von uns zur Gründung eines kleinen Quartetts brachte, das, zunächst unter dem Arbeitstitel „Die Band“ begann, Lieder auszuwählen und schließlich fleißig zu proben begann – „Der Mann mit Hut“ war geboren.

Das ab Freitag wieder wunderbare Wetter nutzend waren ein paar von uns schon zwei Tage vorher auf der Walz, um sich langsam auf das bevorstehende Wochenende einzustimmen, bei angenehmer Wegstrecke, die ausreichend Raum ließ zum Eisessen und im Biergarten sitzen. So kamen wir am Freitag vergnügt an und akklimatisierten uns an dem herrlichen Platz mit großem Fußballgelände und genug Raum für die zahlreichen Schwarzzelte. Über alles erhaben thronte bereits unsere Bundesjurte, die sich der Zugvogel nebst Sachverstand und Tatkraft für den Aufbau geliehen hatte. Dort fand denn auch schon der Freitagabend statt, in ausgelassener Runde und eigentlich viel zu lang, um am nächsten Tag aufzutreten…

Doch genau dafür waren wir ja gekommen, vor Freude strahlend, dass wir auch in diesem Jahr auf einer richtigen Bühne stehen würden. Nachdem das letzte Bandmitglied panne Samstagmittag endlich nachgereist war, konnte es nach Generalprobe und Einstudierung der Choreographie für uns losgehen.
Die Bühne erwartete uns nach gemütlichem Spaziergang in den Hügeln des Dorfes innerhalb der Dorffesthalle, angenehm klein und absolut ausreichend für die anwesende Zuschauerzahl. Für das körperliche Wohl war auch hier nach alter Zugvogelmanier gesorgt und gespannt warteten wir auf unseren Einsatz als zehnte von zwölf Gruppen. Die Konkurrenz war groß, gingen doch wie immer der Kölsche Klüngel und der Bergische Orden des Zugvogel ins Rennen, außerdem unsere Donnerdrummels und das Kölner Konglomerat sowie Tschaika. Schnell merkten wir jedoch, dass auch die anderen Gruppen nicht zu unterschätzen waren. Immerhin zwei brauchten wir nicht zu fürchten, denn die Schwaadlappen und die Tomburger traten in der Kategorie U18, der wir mittlerweile entwachsen sind.
Nach der Hälfte der Gruppen gab es eine viel zu lange Pause, langsam wurden wir nervös, das Niveau der „Konkurrenz“ war bestechend, wir fühlten uns hervorragend unterhalten, waren uns aber nicht mehr ganz so sicher ob unserer eigenen Stärke.

Schließlich war es Zeit für „Der Mann mit Hut“. Allem zum Trotz präsentierten wir uns gewohnt reißerisch, was uns hinterher einen „Sonderpreis“ für den „vielseitigsten Einsatz eines Akkordeonkoffers sowie eines Autoschlüssels“ einbrachte, plus persönlicher Einladung zum Singewettstreit auf der Burg Rabenstein im September. „Du & Ich“ von Thomas Hübner hatten wir ausnahmsweise gut eingeübt, es saß. Im Anschluss konnte selbst die verstimmte Gitarre, die ausgewechselt werden musste, unseres kleinen Siegeszug mit quassels selbst geschriebenem „Text“ nicht aufhalten.

Nach wie immer schier unendlich langem Warten, das man wohl besser mit der Rückkehr zur Festwiese verbracht hätte, um sofort mit der Party beginnen zu können, trat endlich die Jury vor die gespannte Menge. Als ob man uns vergessen hätte, wurden nacheinander die meisten anderen Gruppen auf die Bühne gebeten, erste Siegesträume machten sich bei uns breit, Belohnungangebote im Falle des Gewinns wurden ausgegeben und immerhin: Letztlich mussten wir uns nur dem musikalisch klar überlegenen Bergischen Orden und Tschaika geschlagen geben. Wichtiger Entscheidungspunkt war dabei für die Jury die Förderung von „Liedermaching“: Die ersten drei Plätze gingen an die Gruppen mit selbst geschriebenem Lied. So gewannen auch die Schwaadlappen die U18-Kategorie mit ihrem so deklarierten Punkstück unter dem Motto „Kein Herz für Nazis“.
Der damit etwas glückliche dritte Platz soll für uns jedoch kein Wehmutstropfen sein, sondern klare Ansage, dass wir im nächsten Jahr einfach mit zwei selbst geschriebenen Liedern antreten werden.
Die abschließende gemeinsame Feier ging in guter Tradition bis in den nächsten Morgen und nach der freundlichen Einladung durch den Bürgermeister freuen wir uns bereits jetzt, an wahrscheinlich selber Stelle auch im nächsten Jahr wieder im Rampenlicht zu stehen.
Im Gegensatz zu teils wechselnden Gruppenkonstellationen in vergangenen Jahren hat „Der Mann mit Hut“ beschlossen, am Ball zu bleiben: Wöchentliche Proben sind bereits vereinbart, vielleicht schaffen wir es schon in diesem Sommer, Fußgängerzonen und den ein oder anderen Biergarten unsicher zu machen…

Das Sängerfest hat es sogar in die „Adenauer Nachrichten“ geschafft – hier der Link dazu: Adenauer Nachrichten


0 Antworten auf „Ottenstein 2.0 – Erstes Zugvogelsängerfest in Dümpelfeld“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


sechs + drei =